Gefangenengewerkschaft

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Gewerkschaften als Rückgrat der Gesellschaft

Deutschlands Gewerkschaften sind bereits im 19. Jahrhundert entstanden und hatten einen großen Anteil an der Demokratisierung des Landes. Sie waren nicht nur Arbeitervertretung, sondern auch immer Teilnehmer an der politischen Diskussion. Das brachte gerade in den Anfangsjahren viele Gewerkschaftsführer ins Gefängnis.

Die Vertretungen der Arbeitnehmerschaft bildeten sich in fast allen Berufsgruppen. Um Forderungen durchzusetzen, bedienen sie sich vor allem des Streiks, zunehmend wird aber der Verhandlungstisch gesucht. Dies vor allem auch bei Gewerkschaften, bei denen ein Streik schwer möglich ist, zum Beispiel bei der Polizeigewerkschaft. Ebenfalls eine Sonderrolle spielt auch die Gefangenengewerkschaft, die sich 2014 gegründet hat und die Arbeitnehmerrechte von Gefangenen vertreten will. Sie fordert zum Beispiel einen gesetzlichen Mindestlohn für arbeitende Gefangene und deren Aufnahme in die Rentenversicherung. Wie schwer es heute Gewerkschaften immer noch haben zeigt die Tatsache, dass diese Gewerkschaft von den Justizbehörden nicht anerkannt sind – die Gefangenen seien keine echten Arbeitnehmer. Auch der DGB erkennt die Gefangenengewerkschaft nicht als solche an, sondern bezeichnet sie als Interessengemeinschaft.

Die meisten deutschen Gewerkschaften haben sich im Deutschen Gewerkschaftsbund zusammengeschlossen, der aber lediglich als Dachverband gilt und vor allem politische Arbeit macht. Ihm gehörten einst 16 Einzelgewerkschaften an und er zählt etwa 7 Millionen Mitglieder. Allerdings sind nicht alle Gewerkschaften in Deutschland auch Mitglieder im DGB. Nachdem sich viele Gewerkschaften zusammengeschlossen haben besteht der DGB heute noch aus 8 Einzelgewerkschaften.

Zu den großen Einzelgewerkschaften gehören die IG Metall, die IG Bergbau, Chemie, Energie und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di), aber auch die Polizeigewerkschaft, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und die Eisenbahnergewerkschaft.

Ein großes Ziel der Gewerkschaften sind die Flächentarifvertrâge, mit denen die Arbeitnehmerrechte und -Gehälter bundesweit geregelt werden. Zunehmend versuchen die Arbeitgeber davon abzugehen und Tarifverträge für kleinere Regionen oder gar nur für bestimmte Firmen abzuschließen. Das schwächt die Macht der Gewerkschaften, hat aber auch den Vorteil, das Streiks und Arbeitskämpfe deutlich effektiver sein können.

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